Professionelle Alpin-, Abenteuer- und Führerliteratur

yeti schmaus mit seilsalat 

Adi Mokrejs

YETISCHMAUS MIT SEILSALAT

Oder die wirklich wahre Geschichte des Alpinismus

  • 1. Auflage März 2013; 392 Seiten
  • ca. 600 Abbildungen, Hardcover (16 x 24 cm)
  • ISBN: 978-3-900533-74-8, EAN: 9783900533748
  • Preis: Euro 35,00

Die ganze Palette der Alpingeschichte mit Augenzwinkern - und in anekdotischer Form aufbereitet...  

Informativ - witzig - umfassend!

Was Sie immer schon über den Alpinismus wissen wollten, aber niemanden fragen konnten (Adi Mokrejs).

Zum Beispiel:

  • keine Sex-Szene in der gesamten klassischen Alpinliteratur: waren „die Alten“ allesamt schwul?
  • hatte Mallory Plattfüße? Die Everest-Geschichte in völlig neuem Licht!
  • Whymper’s Alkoholproblem – er sah demzufolge doppelt: bestieg er das richtige Matterhorn?
  • war die berühmte chinesische Alpinistin Xi Fu Zeng in Wirklichkeit ein Zwitter?
  • fungierte die alte Haindlkarhütte als geheime Kommandozentrale des Dritten Reiches?
  • war Heinrich Harrer als Gauleiter für Tibet vorgesehen?
  • hat sich Luis Trenker selbst gedoubelt?
  • und auch die heikle Fragestellung: „Wer hat sich des Gemächtes des ‚Mannes aus dem Eis‘ bemächtigt“ (salopp: „Wer hat dem Ötzi das Zumpferl geklaut?“) findet sich in diesem Werk, das Ihnen die Antworten verrät...

Inhaltsverzeichnis (Pdf)

Vorwort (Pdf)

Leseprobe (Pdf)

Cover Yetischmaus (Jpeg)

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Alpingeschichte mit Augenzwinkern: Die unschwer zu durchschauende Verkleidung als Kochbuch wurde als Blickfang gewählt, um im Windschatten eines scheinbar unwiderstehbaren Trends Aufmerksamkeit für eine historische Betrachtung des Alpinismus zu ernten.

Geschichten sind es in erster Linie, die im Gegensatz zu rein chronologischen Abfolgen im Gedächtnis haften bleiben, und so ist es hier die vielfach anekdotische Form, in der die Entwicklung des Bergsteigens aufbereitet und gelegentlich gegen den Strich gebürstet wird. Denn vieles, was in einschlägigen Werken fort- und fortgeschrieben wurde, sieht - umrankt von den dort oft ausgeblendeten zeitlichen Umständen - in unerwarteter Beleuchtung völlig neu aus.

Der Autor versucht manchen verklärenden Schleier zu lüften und nimmt für eine gelungene „Wuchtel“ den Tadel in Kauf, gelegentlich gegen eine neu verordnete (von wem eigentlich?) Korrektheit zu verstossen, die sich häufig selbst zu ernst nimmt.

Sind zum Beispiel Leute, die sich unter Gefahren und ungeheuren Anstrengungen in eisige Höhen empormühen oder an überh.ngenden Felswänden verkrallen, automatisch Übermenschen und strahlende Vorbilder?   Kleine Schwächen machen aus Vollerwerbshelden menschlich fassbare Wesen und lassen deren Tun vielleicht umso eindrucksvoller erscheinen.

Denn die Frage lautet doch: Eine im Grund unnütze und unwirtschaftliche Tätigkeit, an die so viele Menschen ihr Herz und ihre Leidenschaft verschwenden, kann doch nicht gänzlich überflüssig sein? Vielleicht lassen sich nach der Lektüre hier einige Antworten finden.

Privater Tipp des Chef de Cuisine: In kleinen Portionen genießen!

Vorwort von Adi Mokrejs:

Lange Zeit hindurch erschien der Komplex „Alpine Geschichte“ als eine hoffnungslos verstaubte Angelegenheit, vergleichbar mit Tropenhelmen, Herbarien oder Vierteltelefonen.  Doch allmählich scheint die Frage „Woher kommen wir?“ auf diesem Gebiet keine unerhörte Zumutung mehr darzustellen. Das Wissen um Werden, Wachsen und Zusammenhänge ist immer ein Teil des klassischen Alpinismus gewesen, ein bereichernder gedanklicher Überbau über dem rein stofflichen Aspekt.

Große Bergsteiger waren einst selbstverständliche Anreger und geistige Wegbegleiter und unterstreichen den zur Genüge diskutierten Aspekt „Mehr als Sport“: warum schließlich gibt es denn keine vergleichbare Zehnkämpfer-, Gewichtheber- oder Delphinschwimmer-Literatur?

Haben derzeit alpinhistorische Themen auf dem Büchermarkt ganz gute Chancen, erfreuen sich freilich noch weit größerer Beliebtheit die beinahe im Tagesrhythmus neu erscheinenden Kochbücher: Lokalrezepte aus allen Winkeln des Globus, Führer zu den beliebtesten, exotischsten Fress-Tempeln und abgelegensten Haubenlokalen, die Koch-und Essgewohnheiten der Voll- Halb- und Viertel-Promis, Kochen mit Feng Shui und nach Mondphasen – gleich Hand in Hand mit einer passenden Diätanleitung.

Was liegt also näher, als mit einer Kombination beider Genres – quer durch Regionen und Epochen – den Appetit auf die alpine Vergangenheit zu steigern und zugleich ihre wirklich wahre Geschichte freizulegen? Denn vieles, was fort- und neuerlich fortgeschrieben wurde, sieht aus aktuellem Blickwinkel, in ungewohnter Beleuchtung gänzlich neu aus.

Auf den Spuren früherer Alpinisten in einer erweiterten Zeitebene unterwegs zu sein, kann zur unerwarteten Bereicherung des eigenen Erlebens führen, das Wissen um ehemalige Zeitumstände und Lebensgefühle zu einer neuen Schau auf diese seltsame Sucht, sich auf hohe, schwierige oder abgelegene Aufwerfungen der Erdkruste zu mühen.

Dass die Rezepte durchwegs mit einer kräftigen Prise Ironie gewürzt sind, ist ein beabsichtigter Nebeneffekt, der

a) dem Autor eine gewisse Narrenfreiheit einräumt, und

b) dem Leser das Nachblättern hunderter Fußnoten und ohnehin nie gelesener Literaturhinweise ersparen soll, die ein echtes „histooorisches“ Werk aufweisen muss, um als seriös zu gelten.

Gourmets erzielen zusätzlichen Lustgewinn aus dem Wissen um die Zubereitung der Gerichte. Übertragen auf alpine Kulinaria: mit eigenen Hintergrundwissen um die Alpingeschichte bereiten ihm die Enthüllung der brisantesten Fragen der Alpinhistorie doppeltes Vernügen, zum Beispiel:

  • keine Sex-Szene in der gesamten klassischen Alpinliteratur: waren „die Alten“ allesamt schwul?
  • hatte Mallory Plattfüße? Die Everest-Geschichte in völlig neuem Licht!
  • Whymper’s Alkoholproblem – er sah demzufolge doppelt: bestieg er das richtige Matterhorn?
  • war die berühmte chinesische Alpinistin Xi Fu Zeng in Wirklichkeit ein Zwitter?
  • fungierte die alte Haindlkarhütte als geheime Kommandozentrale des Dritten Reiches?
  • war Heinrich Harrer als Gauleiter für Tibet vorgesehen?
  • hat sich Luis Trenker selbst gedoubelt?
  • und auch die heikle Fragestellung: „Wer hat sich des Gemächtes des  ‚Mannes aus dem Eis‘ bemächtigt“ (salopp: „Wer hat dem Ötzi das Zumpferl geklaut?“) findet sich in diesem Werk, das Ihnen verrät
  • "Was Sie schon immer über den Alpinismus wissen wollten, aber niemanden fragen konnten“

Rezension von Pit Schubert:

Als „Alpingeschichte mit Augenzwinkern" hat Adi Mo­krejs sein umfassendes historisches Bergsteigerbuch bezeichnet, das seinesgleichen sucht.

Beginnend vor der Besteigung des Mont Ventoux durch Francesco Pe­trarca im Jahre 1336 bis hin zu den heutigen alpinis­tischen Leistungen, die man noch vor zwei, drei Jahr­zehnten überhaupt nicht für möglich gehalten hatte. Bedeutende Hinweise bietet insbesonders die jeweili­ge Einbettung der alpinistischen Taten in ihr geschicht­liches Umfeld.

Auch kritische Anmerkungen des Autors fehlen nicht und animieren, nicht alles so zu sehen wie allgemein üblich, sondern etwas tiefgründiger. Dabei wird auch die Zeit des „Dritten Reiches" mit dem Ka­pitel „Berge, Blut & Boden" keineswegs ausgelassen, sondern in angemessener Weise geschildert, sowohl das Denken und Tun des Deutschnationalisten Eduard Pichl als auch das eines Louis Friedmann, Rudolf Reif und so mancher anderer jüdischer Abstammung, die Österreich verlassen mussten, um nicht in ein Konzen­trationslager zu geraten, wo in der Regel ihr Lebensen­de besiegelt worden wäre.

Ferner das ausgiebige Ka­pitel „Ganz oben", wo der Autor auf die Geschichte des Expeditionsbergsteigens im Himalaya und in anderen Gebieten eingeht. Und dies nicht, ohne auch kritische Anmerkungen zum heutigen Massen-Expeditionswe­sen zu Papier zu bringen.

Alles in allem ein Buch, das auf tatsächlich heroische Leistungen wie auch auf gelegentlich fälschlich interpretierte geschichtliche Begebenheiten eingeht. Ein Buch, in das man sich vertiefen sollte, wenn man das Bergsteigen und Klet­tern nicht nur als eine reine körperliche Betätigung betrachtet.

Bleibt abschließend noch auf die Fülle der SW-Bilder hinzuweisen: 579 (!) Bilder, die historisch passend ausgewählt sind, und den Text verdeutlichend unterstreichen, sowie auf die „Kochrezepte", mit wel­chen der Autor am Beginn jedes Kapitels den Sinn des Dargereichten ein wenig durch den Kakao zieht.